Hannover, 26. Juli 2026 – Im Rahmen von „Die Finals“ wurden am Wochenende in Hannover die Deutschen Meisterschaften in zahlreichen Sportarten ausgetragen. Das kompakte Multisport-Event vereinte Spitzenathletinnen und -athleten aus Disziplinen wie Beachvolleyball, BMX, Rudern, Breakdance, Triathlon, 3x3-Basketball, Trampolinturnen und Rhythmischer Sportgymnastik. Vor einer beeindruckenden Kulisse mit zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern sowie einer mitreißenden Atmosphäre kämpften auch die besten deutschen Gerätturner um die nationalen Titel.
Für einen besonderen Erfolg sorgte Glenn Trebing, der sich am Barren die Bronzemedaille sicherte. Der heute für den TK Hannover startende Turner, der seine sportlichen Wurzeln im Turn-Leistungszentrum Kassel sowie bei der TSG Kassel-Niederzwehren hat, überzeugte mit einer hochklassigen Vorstellung. Nach seinem Wechsel nach Hannover verbindet der Sportsoldat dort erfolgreich Spitzensport und Beruf.
Dabei war der Start bei den Deutschen Meisterschaften alles andere als selbstverständlich. Im November 2025 erlitt Trebing einen Achillessehnenriss und musste eine lange und intensive Rehabilitationsphase durchlaufen. Mit viel Disziplin und Ausdauer kämpfte er sich zurück und konnte bei den Deutschen Meisterschaften 2026 wieder an zwei Geräten an den Start gehen.
Bereits am Seitpferd zeigte der Turner eine starke Leistung. Mit einer sauber geturnten Übung verpasste er das Podest nur knapp und belegte einen hervorragenden vierten Platz.
Sein großer Moment folgte am Barren. Dort präsentierte Glenn Trebing eine technisch anspruchsvolle Übung mit Elementen wie dem Healy, Moy-Stemme sowie dynamischen Stützkehren. Den spektakulären Abschluss bildete ein sicher ausgeführter Doppelsalto vorwärts als Abgang. Für diese nahezu fehlerfreie Darbietung erhielt er die verdiente Bronzemedaille.
Den Deutschen Meistertitel am Barren gewann Radomyr Stelmakh (SC Cottbus) vor Jonas Eder (MTV Ludwigsburg). Glenn Trebing komplettierte als Dritter das Siegerpodest.
Die Bronzemedaille ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern vor allem ein eindrucksvoller Beleg für Trebings Willensstärke. Nach der schweren Verletzung und der langen Rehabilitationszeit zählt er bereits wieder zu den besten Barrenturnern Deutschlands – ein Comeback, das Respekt verdient und Hoffnung auf weitere Erfolge macht.
Carolin Feichtinger
